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- zwei wahre Geschichten -

1. Die Pullover-Bande

Unser Festus war fast vier Jahre alt, als 1996 Baxter zu uns ins Haus kam. Alles ging anfänglich sehr gut zwischen den beiden, und für uns alle war klar, wer von beiden der "Chef" im Rudel war. Baxter sah das anfänglich auch ein, aber mit dem Ende seiner Pubertät war auch diese Einsicht offensichtlich vorbei. Er versuchte, Festus seinen Rang streitig zu machen! Der erste Anlauf schlug fehl: Festus unterwarf Baxter nach kurzem Schau-Kampf und erst einmal herrschte wieder Ruhe, bis eine unserer Hündinnen läufig wurde... Baxter versuchte es erneut, und diesmal ergab er sich nicht! Was folgte, war für uns furchtbar: Ein typischer Rüdenkampf mit viel Gebrüll und einigen Fleischwunden bei beiden Beteiligten - und der Kampf ging "unentschieden" aus, keiner gab nach!
Die erste Folge war natürlich ein Tierarztbesuch, denn einige der Wunden an Brust und Beinen mußten doch behandelt werden, die nächste Folge war, daß wir unsere Kleiderschränke plünderten, um unseren "Jungs" etwas überzuziehen, das sie am ständigen Lecken ihrer Wunden hinderte:

Diese "modischen Stücke" trugen sie dann einige Zeit. Eines Tages wollten wir gerade mit unserem gut bekleideten Baxter ins Auto steigen, als eine Gruppe Wanderer die Straße herunterkam. Beim Anblick unseres Hundes in "babyblau" stießen einige einen "spitzen Schrei" aus: "Schaut mal, der Hund hat einen Pullover an!!" Allgemeines Kopfschütteln folgte... Wir waren gerade am überlegen, ob wir eine Erklärung abgeben sollten, als plötzlich unser Festus - im schicken dunkelblauen T-Shirt am Zaun erschien, um die Wandergruppe seinerseits zu begrüßen.

"Ich glaube, hellblau steht mir gar nicht!"

Erklärungen waren nun sowieso nicht mehr möglich, denn alles wäre im schrillen Geschrei und Gelächter untergegangen. Bestimmt nahmen die Wandersleute die sichere Überzeugung mit nach Hause, daß in Kiliansroda ein paar total Verrückte wohnen, die ihre Hunde nach der neuesten Mode kleiden!

Baxter zu Besuch bei seiner Freundin "Frieda":


"Du, ich denke, ich hätte doch bei Armani einkaufen sollen, so ein Hemd von der Stange sitzt eben nie ganz perfekt!"

2. Wie Clarance zum "Model" wurde

Unser Clarance wohnt mit seinen "Adoptiveltern" in Weilach bei Augsburg. In seinem ersten Winter hatte er sich eine Blasenentzündung zugezogen und sein Frauchen beschloß daher, ihm für kalte und nasse Tage ein wärmendes Kleidungsstück anzuschaffen. Als geschickte "Handarbeiterin" machte sie sich selbst ans Werk und schuf eine Art "Plaid", das sich sicherlich auf jeder "Hunde-Moden-Schau" sehen lassen könnte: Aber urteilt selbst:

Dr. Watson - alias Clarance Semper Fidelis - verfolgt eine "heiße Spur"...

"Na, da hab ich doch das fehlende Beweisstück gefunden!"

Inzwischen gibt es auch eine leichte "Sommer-Regen-Variante" des obigen Kleidungsstückes, und Clarance war schon auf einer Doggenausstellung als Model unterwegs und hat natürlich allgemeine Aufmerksamkeit erregt! ;-)