Lieber Bombax, wir mussten dich gehen lassen...

Wir haben so lange mit dir gekämpft und gehofft...

Wir hätten so gerne wenigstens noch deinen zehnten Geburtstag mit dir gefeiert...

Aber das Schicksal hat es nicht gewollt!

Wir vermissen dich,
deine Schwester Baidschi vermisst dich...

und es tut immer noch so weh!

Bombax war immer unser Clown, der große Junge, der nie wirklich erwachsen wird. Temperamentvoll, oft etwas übermütig, der "Klassenkasper" in unserem Rudel, der sich aber gleichzeitig für den "Chef" der Vierbeiner hielt. Was ihm nahezu alle glaubten, bis auf seine Schwester Baidschi. Die hatte ihren Bombi dann doch jederzeit fest im Griff...

Bombax im Alter von 5 Wochen

Klein-Bombax war es natürlich, der sich bei der Geburt unseres B-Wurfes als erster auf die Welt drängelte, stets hungrig konnte der kleine dicke Wonnepropppen schon schnell durch lautes Quiecken alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Ja eigentlich sollte gar kein Rüde aus diesem Wurf bei uns bleiben - aber sich diesem Blick zu entziehen fiel unwahrscheinlich schwer. Nun langer Rede kurzer Sinn - Bombax gehörte fortan zum "Kruse-Rudel".

Acht Wolchen alter Bombi

Aus "Klein-Bombi" (links im Alter von fünf Monaten) wurde dann recht bald ein ziemlich großer und kräftiger Bombax (Mitte und rechts im Alter von zwei Jahren). Wir besuchten natürlich auch Ausstellungen mit ihm, aber Bombax fand an seinen Auftritten im Ring nie die rechte Freude, am Herumalbern schon eher. Glücklicherweise dauerte es aber auch nicht lange, bis Bombax alle nötigen Anwartschaften für die Titel "Deutscher Champion DDC" sowie "Deutscher Champion VDH" gewonnen hatte, und also nur noch "seinem Vergnügen leben durfte".

Bald schon interessierte sich die eine oder andere Doggendame für ihn. Leider mussten wir aber feststellen, dass Bombax aufgrund eines Prostataproblems keinen Nachwuchs zeugen konnte, eine Tatsache, die wir aufgrund seiner anderen positiven Eigenschaften noch heute sehr bedauern.

Es folgten viele Jahre, in denen unser Bombi uns viel Freude und keinen Kummer bereitete. Er war und blieb ein Lausbub, immer zu Dummheiten und Streichen aufgelegt. Besonders freute er sich über Besucher, den ganz bevorzugten weiblichen Personen bezeugte Bombax seine Zuneigung, indem er versuchte seine Schnauze unter Bluse oder Pullover zu schieben, Garantie für einen feuchgesabberten Bauchnabel. :-)

Im Herbst 2003 zog er sich dann - wiedereinmal aufgrund seines temperamentvollen Herumgehüpfes - eine anfangs kaum merkliche Krallenverletzung zu. Wir hielten die Sache (leider!!) anfangs für unbedeutend, da aber keinerlei Heilung zu bemerken war, ließen wir die Pfote nach kurzer Zeit röntgen. Das Ergebnis war: Gebrochener Krallenknochen. Eigentlich auch nichts ungewöhnlich Schlimmes... Der Tierarzt "sägte" das abgebrochene Knochenstück unter Lokalanästhesie ab und versorgte die Wunde.

Aber die Wunde heilte nicht, und wir mussten feststellen, dass Bombax offenbar sehr zur Bildung von "wildem Fleisch" neigte.
Ein langes Martyrium begann damit für unseren armen Buben... Mehrere Operationen, "pfundweise" Antibiotika und entzündungshemmende Mittel verschiedenster Art folgten in den nächsten Jahren.

Links: Bombax nach einer seiner zahlreichen Operationen, betreut von "Schwester Baidschi".
Unten: Bombi (Mitte) an seinem 7. Geburtstag - trotz kranker Pfote übt er noch Bocksprünge.

Die Wundheilungsstörung breitete sich immer weiter aus. Bombax muss wahrlich eine "Bärennatur" gehabt haben, sonst hätte er dies alles nicht über fast drei Jahre hin überstanden. Aber schließlich forderte zusätzlich das Alter seinen Tribut, Bombi bekam Probleme mit der Hinterhand, was in Anbetracht der kranken Vorderpfote und der daraus resultierenden Fehlbelastung natürlich besonders schwerwiegend war.

Baidschi immer an Bombax Seite, die beiden waren seit ihrer Geburt nicht einen Tag lang getrennt. (Sommer 2005)

Bombax, fast neun Jahre alt, und (wie so oft im Leben) ein wenig im Schatten seiner Schwester.

Der chronische Entzündungsprozess war nicht einzudämmen und griff Bombax Abwehrkräfte zusätzlich an. Zum Schluss war unser armer Bube nur noch ein Bild des Jammers.

Und eines Tages wußten wir, dass er nicht mehr die Kraft zum Weiterkämpfen hatte.


Diese Entscheidung ist so schwer zu treffen, aber wir haben für unseren Bombax das einzig Richtige getan, davon sind wir überzeugt.

Und so schlief er am Nachmittag des 27.August 2006 friedlich in unseren Armen ein...

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